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Prof. Gerd Fleischmann

Typograf (Ulrichshusen)

*1939 in Nürnberg / 1943–45 Evakuierung im Bayerischen Wald / seit 1954 Reisen kreuz und quer durch Europa, die Türkei und Nordafrika – vom Nordkap bis ins Fezzan-Gebirge in Libyen / Studium in Erlangen (Physik) und Berlin (Kunst- und Werkerziehung, Mathematik) u. a. bei Karl Ludwig Schrieber, Fred Thieler, Willem Hölter, Walter Hess, Heinz Hajek-Halke, Carl-Ludwig Furck und Karl Peter Grotemeyer / Einrichtung des ersten Fotolabors an der Abteilung IV der Hochschule für Bildende Künste Berlin, zusammen mit Klaus (Paul) Märtens und Deidi von Schaewen / 1965 Beginn als Buchgestalter mit Ein Jahr Großgörschen 35 unter dem Pseudonym Lorenz Frank / 1970–71 Mitarbeiter im Institut für Kommunikatonsplanung, Bonn, im Vertrauen auf die neue Politik von Willy Brandt (»Wir wollen mehr Demokratie wagen.«) / 1971–2003 Lehre am Fachbereich Design der Fachhochschule Bielefeld, Gastprofessuren u. a. in Dublin (NCAD); Halifax, Nova Scotia (NSCAD); Hanoi (University of Fine Arts) und San José (Universidad de Costa Rica, Escuela de Artes Plásticas) / 1984 bauhaus. typografie, drucksachen, reklame (Edition Marzona) / 1989 Einführung des Macintosh am Fachbereich Design / Projekte und Ausstellungsgestaltungen zur NS-Vergangenheit, u. a. Irish Country Posters—Plakate in der irischen Provinz / Köln im Nationalsozialismus / aktuell: Industrie und Holocaust. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz – Typografie war ein Zufall und wurde zur Leidenschaft.

Schwitters. Thesen …

Zum ersten Mal werden die berühmten »Thesen über Typographie« von Kurt Schwitters mit einer typografischen Brille betrachte, angefangen bei These I »Typographie kann unter Umständen Kunst sein« bis zur These X »Die Forderung des Inhaltes an die Typographie ist, daß der Zweck betont wird, zu dem der Inhalt gedruckt werden soll«. Die Kunstwissenschaft hat diese Thesen aus MERZ 11 von 1924 immer wieder zitiert und wie eine Monstranz vor sich hergetragen, aber bisher nie gefragt, was sie für die Typografie bedeuten.

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