Fünf Fragen an … Jan Teunen

Jan Teunen, 1950 geboren, um zu dienen, Bedeutung zu kreieren und Unterschiede zu machen. Kümmert sich bei Unternehmen um alles, was nicht auf der Bilanz steht: um Werte, Wissen, Wirken. Hilft Unternehmen sich zu kultivieren, meistens als Arbeiter und Werkzeug.

1. Welche Ihrer Arbeiten repräsentiert am besten Ihren Stil? Auf welche Ihrer Arbeiten sind Sie besonders stolz? 

Das Projekt »30 Jahre Billy« für IKEA. Hier ist es gelungen, neue Kombinationen herbeizuführen. Das Projekt war ein Musterbeispiel für gutes Teamwork, Wurzelpflege, wirksame Kommunikation. So was gelingt nur mit erstklassigen Mitstreitern und einem Kunden, der das, was er macht, engagierter und passionierter tut als andere, und zwar mit Herz und mit einem Social Brain. Ein Ergebnis des Miteinanders war das Billy-Buch, das von Heine/Lenz/Zizka gestaltet und von Dorine de Vos illustriert wurde. Text: Nina Puri. Fotos: Martin Grothmaak und Tom Ziora.

Buch zum Projekt »30 Jahre Billy«

 

Buch zum Projekt »30 Jahre Billy«

 

Buch zum Projekt »30 Jahre Billy«

 

Buch zum Projekt »30 Jahre Billy«

 

Buch zum Projekt »30 Jahre Billy«

 

2. Was inspiriert Sie?

Hippokrates, die alten weisen Chinesen, Wein / Weib / Gesang, Zeitgenössische Kunst, Literatur, Wunderkammern.

 

3. Häufig scheint das Thema Nachhaltigkeit nur ein Schlagwort der Agenturen und Unternehmen zu sein, das der Sehnsucht nach Werten und Beständigkeit Rechnung trägt. Ihr Lieblingsprojekt, bei dem sich dieser Anspruch in konkreten, beispielhaften Designlösungen niederschlägt?

Damit die noch nicht Geborenen irgendwann eine lebenswerte Welt vorfinden, müssen wir dazu beitragen, dass die Häuser der Unternehmen wieder ein Modell werden für Wirtschaftlichkeit, Schutz, Zusammengehörigkeit und Kulturpflege. Die Realisierung dieses Modells ist die Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen das Konzept der Nachhaltigkeit überhaupt umsetzen kann. Wer das will, braucht engagierte Mitarbeiter, muss sie von innen her berühren, motivieren, und was motiviert, das ist die Qualität im Umfeld und im Umgang. Damit diese Qualität entsteht, versuche ich mit meiner Arbeit das geistige Klima bei den Kunden, die mich beauftragen, so zu verändern, dass sie Kultur schaffen und Natur bewahren, also Gesellschaft gestalten und nicht verunstalten. Zum Ergebnis dieser Arbeit gehören natürlich auch Publikationen und Produkte wie z. B. die Thesen »Raum – Gehirn – Schönheit« über die Wirkung des Umfeldes auf die Entwicklung menschlicher Gehirne und auf die Potenzialentfaltung (zusammen mit Prof. Dr. Gerald Hüther und Dr. Hajo Eickhoff) oder mit dem »Studiolo« einen humanen Arbeitsplatz für Menschen, die persönlich fast nie im Büro anwesend sind. Durch das Studiolo sind sie immer anwesend, auch in ihrer Abwesenheit (Gestaltung: Michele De Lucchi).

 

KEMBO Studiolo Prototype

 

KEMBO Studiolo Prototype

 

KEMBO Studiolo Prototype

 

4. TYPO 2012 in Berlin: Auf welche/n Sprecher/in, welchen Vortrag freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Ruedi Baur, Michael Hardt, Martin Grothmaak und Joachim Kobuss. Wir haben uns zu lange nicht gesehen.

 

5. Ihre aktuellen Favoriten für schöne Publikationen, Bücher, Filme oder interessante Links?

Schöne Publikationen:

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Jan Teunen

Born in 1950, in order to serve, to create meanings, and to make a difference. Prof. Teunen deals with all corporate matters that are not part of the balance sheet: values, knowledge, impact. He helps cultivate companies, usually in his capacity as a worker and a tool.

Interessanter Link: Bookshelf Porn