TYPO Sprecher

1979 wurde Mr Bingo geboren. Seit 1980 zeichnet er. Viel gab es sonst nicht zu tun in Kent. Mr Bingo heißt Mr Bingo, weil er mit 19 Jahren bei der Bingo Gala £141 gewann. Seitdem lässt er es nur noch regnen.

In den vergangenen fünfzehn Jahren war Mr Bingo für Hunderte von Kunden und zahllose Medien tätig. Seine Illustrationen sahen Sie vielleicht schon in TIME, Esquire, QI, The Mighty Boosh, The New York Times und auf Channel 4. Seine Arbeiten erscheinen regelmäßig im New Yorker.

Seit 2011 gibt es sein Hate Mail Projekt auf Twitter: Auftraggeber bezahlen ihn dafür, dass er handgezeichnete Postkarten mit Beleidigungen an Personen und Adressen ihrer Wahl schickt. Zwölf Mal wurde dieses Angebot schon geschaltet, und immer war es binnen kürzester Zeit ausverkauft. 2012 erschien eine Kollektion der Karten unter dem Titel Hate Mail bei Penguin Books.

Begonnen hatte Hate Mail, wie auch andere Arbeiten Mr Bingos, als ‚Schnapsidee’. Am Ende fand sich die Idee in Kunstgalerien wieder. Dank umfänglicher Medienberichterstattung wurde die Initiative weltbekannt.

Im Sommer startete Mr Bingo eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung eines hochwertigen Kunstbands mit seinen Hate-Mail-Illustrationen. Für das begleitende Rap-Video schrieb er einen eigenen Song, den er selbst einspielte. Geplant war eine Laufzeit von 28 Tagen, doch das Geld hatte er bereits nach neun Stunden zusammen. 3.732 Förderer spendeten insgesamt 386% des angestrebten Betrages, und das Projekt wurde zur erfolgreichsten Kickstarter-Initiative, die es je für ein Buch in Großbritannien gegeben hat. Über 80.000 mal wurde das Rap-Video während der Kampagne angeklickt. Als Preise lockten, unter anderem, ein Hausbesuch zum Geschirrspülen, eine betrunkene Zugfahrt, ein Date in einem Wetherspoon’s eigener Wahl, eine Pornozeichnung der Königin und ein Weihnachtsanruf mit der Botschaft „Fuck off!“. Mr Bingo versuchte auch, ein Jahr Freundschaft mit Mr Bingo zu verkaufen, aber das wollte niemand haben.

Mr Bingo ist regelmäßiger Gast bei Veranstaltungen in aller Welt – in kleinen Buchläden ebenso wie bei Konferenzen der großen Medien. Immer wieder hört er, dass er „echt Social Media“ sei. Das macht ihn stolz, aber irgendwie ätzt es auch. Allerdings bleibt er interessiert an der Interaktion mit Fremden, die seine Projekte inspirieren – gleichgültig, ob es sich um Illustrationen, Videos, Musik oder Texte handelt. Social Media ist ein wichtiger Teil seiner  Arbeit. Komm vorbei und sagt Hallo!

Der Sprecher hat auf folgenden TYPO Konferenzen gesprochen:

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