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Antonia M. Cornelius

Kommunikationsdesigner (Deutschland)

Antonia M. Cornelius (*1989) schloss Ende 2017 erfolgreich ihr Masterstudium in Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Schriftgestaltung bei Prof. Jovica Veljović an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg ab.

Die Begeisterung für Schriften entwickelte sie schon zu Beginn ihres Studiums und durch die Gestaltung der ersten eigenen Textschrift wurde aus anfänglicher Intuition allmählich Erfahrung. Die entstandene Legilux-Familie erwies sich schon früh als besonders in kleinen Größen sehr leserlich und eine frühe Version konnte bereits 2016 den ersten Publikumspreis des Morisawa Type Design Wettbewerbs gewinnen.

Angetrieben von der Frage, was ihre Schrift besser leserlich macht als andere, legt Cornelius vermehrt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Leserlichkeitsforschung. Dazu nutzte sie 2016/17 auch zwei Gastsemester bei Albert-Jan Pool an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.

In ihrem Buch »Buchstaben im Kopf. Was Kreative über das Lesen wissen sollten, um Leselust zu gestalten«, das im Oktober 2017 bei Hermann Schmidt erschien, bündelt Cornelius ihre gesammelten Erkenntnisse über Wahrnehmung, Leseprozesse, Schriftgestaltung und Typografie.

 

Buchstaben im Kopf. Wie Gestaltung das Lesen beeinflussen kann

Wenn wir lesen, vollbringt unser Gehirn eine wahre Meisterleistung: Um aus abstrakten Zeichen Bedeutungen abzuleiten, muss es diese zunächst visuell unmissverständlich erkennen können. Unser Sehsystem gibt hierbei die Grenzen vor, innerhalb derer sich die Gestaltung einer Schrift bewegen kann – in Abhängigkeit von zahlreichen weiteren Einflussfaktoren. Da die Situationen, in denen wir lesen, sich stark voneinander unterscheiden, sollten Schrift und Typografie stets individuell auf die Erfordernisse der jeweiligen Anwendung abgestimmt werden, um den bestmöglichen Lesekomfort zu bieten.

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